Katafray-Extrakt

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(Cedrelopsis grevei)

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Katafray-Extrakt wird aus der gräulichen Rinde des im Südwesten Madagaskars endemischen Baumes mit dem lateinischen Namen Cedrelopsis grevei gewonnen. Das Holz des bis zu 15 Metern Höhe erreichenden Baumes weist eine helle Färbung auf. Von seiner Härte und Beständigkeit her ist es dem als hart bekannten Ebenholz vergleichbar. Als Standort bevorzugt der Baum trockene Böden.

Die Abkochung seiner Rinde wird auf Madagaskar traditionell als fiebersenkendes Mittel verabreicht. Zudem gilt der Absud als ein ausgezeichnetes, die Konstitution stärkendes Tonikum. Die Abkochung der Blätter hingegen wird zur Stärkung der Kapillarwände sowie gegen Kopf- und Halsschmerzen verabreicht.

Moderne Forschungen scheinen zu bestätigen, dass der aus der Rinde gewonnene Katafray-Extrakt die Haut in ihrem Aufbau der Bilayer unterstützt, damit deren Barrierfunktion stärkt und den Transepidermalen Wasserverlust minimiert. Zudem hilft er, die Wasserspeicher der Hautschichten wieder aufzufüllen, indem er das Feuchthaltevermögen der hauteigenen Lipide erhöht.

Das durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl mit seinem hohen Gehalt an Sesquiterpenen, das gleichfalls aus der Rinde gewonnen wird und von gelblicher Färbung ist, erfährt äußerliche Anwendung. Sein Geruch ist ähnlich dem der Rinde krautig-holzig. Ihm werden tonisierende, stärkende, beruhigende, schmerzstillende und anti-inflammatorische sowie ebenfalls fiebersenkende Eigenschaften zugesprochen. In der internationalen Phyto- und Aromatherapie wird es - wenige Tropfen in einem Trägeröl gelöst - unter anderem eingesetzt gegen Müdigkeit, Kopf-, Rücken- und Halsschmerzen, Gelenkbeschwerden, Rheumatismus. In Deutschland ist das ätherische Öl inklusive seiner Anwendungen - anders als beispielsweise in Frankreich - noch weitgehend unbekannt.

Die moderne Kosmetikindustrie nutzt den Katafray-Extrakt in Formulierungen gezielt für die Anwendung bei trockener, barrieregestörter Haut.