Feigenkaktus

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(Opuntia ficus-indica)

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Der Feigenkaktus ist eine leicht hybridisierende Sukkulente, deren Ursprung selbst neueren Untersuchungen nach im Dunkeln liegt, während er allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach in Mexiko liegt. Als Neophyt heutzutage weltweit verbreitet in ariden und semi-ariden Klimaten, wird er in den entsprechenden Gebieten auch weltweit in Kultur gehalten. Auf dem Gebiet Nordamerikas kommt Opuntia nachweislich seit der Zeit der Azteken und Maya im gesamten Mexiko, dem Westen, Südwesten bis Kanada sowie dem Osten der USA vor.

Opuntien zeichnen sich nicht nur durch eine exorbitante Fähigkeit zur Akklimatisation an besonders aride Umgebungen aus, sondern auch dadurch, dass einige ihrer Spezies sich zugleich als sehr kälteresistent erweisen.

Die weitverbreitetste und (auch ökonomisch) wichtigste Spezies ist Opuntia ficus-indica, der Feigenkaktus, der im Zuge der Entdeckung der Neuen Welt seinen Weg nach Europa, Nordafrika, den Nahen Osten sowie andererseits in die Karibik fand und in diesen Gebieten eingebürgert ist. Kultiviert wird Opuntia ficus-indica - in Sizilien, Algerien, Eritrea, Äthiopien, Mexiko, Südamerika - vor allem seiner 7 bis 10 cm großen Früchte, aber auch des geschälten Sprosses (Kaktusblattes) wegen, das in Mexiko als Nopalitos gegessen wird. In den USA werden, besonders in Trockenperioden, die wasserreichen Opuntien geschält an Rinder verfüttert. Darüber hinaus werden auf Opuntien Cochenille-Läuse gezüchtet, um den aus ihnen gewonnenen Farbstoff für die Nahrungsmittelindustrie und die Färberei zu erhalten.

Opuntia ficus-indica ist reich an Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangen und Silizium sowie Pektin.

In Mexiko ursprünglich vor allem Nahrungsmittel der armen Landbevölkerung, das auch medizinal genutzt wurde, konnten Forschungen bestätigen, dass die Inhaltsstoffe einiger - jedoch nicht aller - Spezies der Opuntia in der Lage sind, Blutzucker- und Cholesterinwerte positiv zu beeinflussen. Neuere Forschungen konnten stark anti-oxidatives Potenzial und Substanzen, die die Zell-DNA signifikant schützen, zum Ergebnis ihrer Studien vorweisen.

Diesen Potentials sowie ihrer naturgemäßen Fähigkeit als Sukkulenten, Wasser zu binden, bedient sich auch die moderne Kosmetikindustrie und setzt Opuntia in Formulierungen ein, die eine Pflegewirkung vor allem hinsichtlich Hydratation und Anti-Aging bedienen.