Echter Lavendel

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(Lavandula angustifolia)

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Lavendel aus der Familie der Lippenblütler ist mit seiner ursprünglichen Beheimatung in trockenen Hanglagen des westlichen Mittelmeeres die typische Pflanze der Hoch-Provence. Weit verbreitet findet er sich bis Dalmatien und Griechenland. In unseren Breiten eingebürgert war er zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wobei diese Bestände mittlerweile erloschen sind. Er findet sich kultiviert in Gärten, nicht jedoch daraus verwildert.

Lavendel - insbesondere der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) - ist eine Pflanze, die sich sowohl in der Heilkunde und der Aromatherapie als auch in der Parfümerie großer Beliebtheit erfreut. Verwendet werden die getrockneten Blüten (in Leinensäckchen als Schutz vor Motten im Kleiderschrank; als Teezubereitungen) oder das aus ihnen per Destillation oder durch Öl-Auszug gewonnene ätherische Öl. Ihm werden antiseptische und beruhigende Wirkungen zugeschrieben. Medizinische Indikationen für die innerliche Aufnahme können Unruhezustände, nervöse Oberbauchbeschwerden, Einschlafstörungen sein. Als hilfreich bei niedrigem Blutdruck gelten Lavendelbäder.

Die Aromatherapie setzt den Echten Lavendel als stimmungsaufhellendes, ausgleichendes, besänftigendes Mittel zum Ausgleich von Stress und Unausgeglichenheit ein.

An ätherischen Ölen werden aus Lavandula angustifolia Lavendel fein und Lavendel extra gewonnen, wobei Lavendel extra aus den Blüten des in Höhenlagen um etwa 1.800 m ü. NN vorkommenden, sogenannten Berglavendels extrahiert wird.

In der modernen Kosmetikindustrie wird Lavendel als hautberuhigender Wirkstoff eingesetzt, um gestresste Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Gleichfalls findet er sich in entsprechenden Formulierungen, um zu Akne und Komedonen neigenden, fettenden Hauttypen Lavendelöl als leichtes Antiseptikum entgegen zu setzen und die entzündete Haut zu beruhigen.