Bambus

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Der Bambus, der mit wenigstens 1300 Arten zur Familie der Süßgräser zählt und eher als Nahrung der Panda-Bären bekannt ist, stellt traditionell vor allem im asiatischen Raum eine wesentliche Nutzpflanze dar. Er dient als Nahrungsmittel und Arznei, seine leichten, aber festen Stämme (die eigentlich Halme sind) als Baustoff zum Beispiel für Musikinstrumente, Baugerüste, Häuser, Waffen (Yumi-Bögen der Samurai), Brücken oder die Schößlinge als Rohstoff für die Papiergewinnung.

Der Bambus mit seiner enormen Wuchskraft ist in allen seinen oberirdischen Teilen essbar - unter dem Vorbehalt, dass seine jungen Schößlinge ein Blausäureglykosid enthalten, das durch Kochen erst neutralisiert werden muss und durch traditionelle asiatische Zubereitungsweisen auch neutralisiert wird.

Seine exorbitante Festigkeit verdankt der Bambus der Einlagerung großer Mengen Lignin sowie Kieselsäure in seinen Zellen, welch letzteres ihn auch unter medizinischen ebenso wie ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten interessant werden läßt. Kieselsäure stärkt Haut, Gewebe und Knochen. In der traditionellen Medizin wird er als Arznei gegen Depressionen eingesetzt.

Die moderne Kosmetikindustrie nutzt vor allen Dingen seinen hohen Anteil an Kieselsäure und fügt ihn gezielt Produkten zur Kräftigung und Festigung von Haut und Haaren bei.