Weißer Tee

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(Camellia sinensis)

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Weisser Tee stammt von derselben Pflanze (Camellia sinensis) wie auch der herkömmliche Schwarztee sowie der Grüntee.

Ihn unterscheidet, dass er ausschliesslich aus den noch ungeschlossenen Knospen verarbeitet wird. Anders der Schwarz- und der Grüntee, zu deren Herstellung die Blätter (unterschiedlicher Qualitäten) verwendet werden.

Ein zweiter Unterschied besteht darin, dass beim Weißen Tee die Fermentation (Oxidation) nur zu 2% vollzogen wird, während sie beim Schwarztee vollständig abläuft und beim Grüntee gänzlich unterbleibt. Dadurch ist der Gerbstoff-Gehalt verringert, zugleich der Anteil an immunstärkenden Polyphenolen höher als beim Schwarz- oder Grüntee.

Weißer Tee wird von Hand gepflückt und verarbeitet. Seinen Namen erhält er durch die silber-farbenen Härchen auf der Unterseite der Blätter. Auch die Verarbeitung ist verschiedenen Quellen zufolge noch traditioneller und weniger maschinisiert wie die der beiden anderen Varianten. Für ihn hat sich ein eigenes Herstellungsverfahren entwickelt, das sich von den Trocknungs- und Verarbeitungsprozessen bei Schwarz- und Grüntee deutlich unterscheidet und das noch heute angewendet zu werden scheint.

Für besondere Spitzenqualitäten unter den Weißtees - doch dies betrifft eher den Tee-Genießer - werden zudem nur Sorten bestimmter chinesischer Anbaugebiete verwendet.

Darüber hinaus erfordert Weißtee auch in der Zubereitung Fingerspitzengefühl. Noch weniger als die anderen beiden Tee-Varietäten liebt er kalkhaltiges Wasser, hohe Temperaturen, lange Ziehzeiten.

Nicht zuletzt wegen des Polyphenolgehaltes wird weißem Tee eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Die Inhaltsstoffe enthalten als Anti-Oxidantien hoch wirksame Polyphenole, die freie Radikale neutralisieren und so das Immunsystem stärken. Moderne Forschungen schreiben dem weißen Tee eine dreifach so hohe Menge anti-oxidativ wirkender Polyphenole zu wie den anderen beiden Vertretern des Tees.

Die Chinesen sagen dem weißen Tee auch Blutdruck senkende Wirkung nach.

Die westliche Kosmetikindustrie nutzt das hohe anti-oxidative Potential der Inhaltsstoffe des weißen Tees und setzt ihn in vielfacher Varietät in Cremes, Lotionen, aber auch in Haarpflege- und in Stylingmitteln ein.